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Benno von Meißen – Ein Schatz nicht von Gold

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Sachsens erster Heiliger

Im Auftrag der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH
Herausgegeben von der Claudia Kunde und André Thieme
21 x 28 cm, 656 Seiten, 575 Farb- und 45 S/W-Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-7319-0451-9
Euro (D) 49,95

Ausstellung Albrechtsburg Meissen 12. Mai bis 5. November 2017

Mit seiner Heiligsprechung im Jahr 1523 geriet Benno, vormals Bischof von Meißen (1066–um 1106), zwischen die Fronten der aufbrechenden Reformation. Martin Luther schmähte den Bischof in seiner berühmt-populären Schrift „Wider den alten Abgott und neuen Teufel, der zu Meißen soll erhoben werden…“, um mit dem Heiligenkult überhaupt abzurechnen. Herzog Georg von Sachsen, der Bennos Kanonisation ganz wesentlich vorangetrieben hatte, sah in dem Heiligen dagegen das Sinnbild einer erneuerten alten Kirche.
Als 1539 die Reformation in Meißen Einzug hielt, wurde das seit dem 13. Jahrhundert verehrte Grabdenkmal Bennos im Dom zu Meißen zerschlagen. Seine Reliquien konnten allerdings gerettet werden und gelangten schließlich 1576 nach München, wo Benno eine bemerkenswerte zweite Karriere als Stadtpatron Münchens und bayerischer Landesheiliger beschieden sein sollte. Erst nach dem Übertritt der wettinischen Kurfürsten-Könige zum katholischen Glauben kehrten eine Rippe Bennos und seine Verehrung im 18. Jahrhundert nach Sachsen zurück, wo das 1921 wiedergegründete Bistum Meißen (ab 1980 Dresden-Meißen) unter sein Patronat gestellt wurde.
Der Katalog zur Sonderausstellung bündelt die neuesten Forschungen über Benno von Meißen, sein Leben und Nachleben, seine Verehrung und Verachtung – eine fast 1.000-jährige Geschichte über das Heiligsein und die Rolle des Glaubens in der Geschichte.